Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus

Die Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus (kurz: Stiftung gegen Rassismus) hat ihren Sitz in Darmstadt. Dort planen und koordinieren acht hauptamtlich Mitarbeitende die jährlichen UN-Wochen gegen Rassismus in Deutschland sowie Modellprojekte zur Überwindung von Rassismus und Ausgrenzung von Minderheiten. Rund 80 prominente Persönlichkeiten und mehr als 200 Engagierte aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen unterstützen die Aktivitäten der Stiftung.

Derzeit laufen zwei Modellprojekte zur Bildung und Prävention, zwei starten in diesem Jahr. Das auf drei Jahre angelegte Projekt „Rassismus im Gesundheitswesen” endet 2027. Es wird von der Deutschen Fernsehlotterie gefördert. Das 2025 gestartete Projekt „Kommunen für Demokratie und gegen Rassismus” soll das Engagement in kleinen Gemeinden für Demokratie und gegen Rassismus, Antisemitismus sowie Hass und Hetze stärken.

Das Projekt „Deutschland feiert das Grundgesetz” wird am 23. Mai 2026 erstmals auf die Bedeutung der Menschenwürde und der Grundrechte hinweisen. Das von Januar 2026 bis Dezember 2028 laufende Projekt „Ländliche Regionen engagiert gegen Rassismus” soll das bürgerschaftliche Engagement für Demokratie und gegen Rassismus, Antisemitismus sowie Hass und Hetze unterstützen. Gefördert wird es von der Deutschen Fernsehlotterie.

Die Stiftung gegen Rassismus geht auf eine Initiative des damaligen Präsidenten des Deutschen Fußballbundes, Theo Zwanziger, zurück. Gegründet wurde sie 2014 vom Interkulturellen Rat mit Unterstützung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, des Fördervereins Pro Asyl und des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

2025 wurden der Stiftung deutschlandweit während der beiden Aktionswochen im März 3.335 Veranstaltungen gemeldet, rund 300 mehr als im Jahr zuvor. Hinzu kamen rund 2.000 religiöse Veranstaltungen. Die Aktionswochen stehen 2026 unter dem Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ und finden vom 16. bis 29. März statt. Eröffnet werden sie in Potsdam. Botschafter für die Wochen ist in diesem Jahr der Magdeburger Soziologe und Rechtsextremismusforscher Matthias Quent.

Anlass für die Aktionswochen ist der 21. März, den die Vereinten Nationen im Jahr 1966 als „Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung“ ausriefen. Erinnert wird an diesem Tag an das Massaker von Sharpeville in Südafrika. Damals feuerte die Polizei des Apartheid-Regimes auf friedlich demonstrierende Menschen, wobei 69 Menschen getötet und Hunderte teilweise schwer verletzt wurden.